Die topographischen Karten der Türkei werden von der Kartographiebehörde des Verteidigungsministeriums erstellt und verwaltet. Dies ist der Grund, weshalb – anders als hier zu Lande – die topographischen Landeskarten stark reglementiert und zum Teil der Öffentlichkeit versperrt sind. Dazu gehören alle topographischen Karten in den Maßstäben 1:100.000 und größer (1:50k, 1:25k etc.). Aber nicht nur die eigenen Karten werden reglementiert, sondern auch fremde Kartenwerke, im Besonderen, wenn deren Maßstab 1:100.000 übersteigt (wie das für die Aladaglar-Karte 1:50.000 bzw. 1:40.000 der Fall ist).
Aus diesem Grund befinde ich mich derzeitig in Mitten eines Genehmigungsverfahrens mit dem türkischen Verteidigungsministerium. Der Ausgang dieses Verfahrens entscheidet über die Art und Weise der Veröffentlichung meiner Karte. Also: Daumen drücken! Da ich das Ergebnis abwarten muss, verzögert sich jedoch die Veröffentlichung der Karte – möglicherweise erheblich! Für dieses Saison könnte es daher knapp werden… Ich halte euch auf dem Laufenden!
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Die Aladağlar-Karte ist bald fertig und ich stehe in Verhandlungen mit dem Druckhaus. Die Nachfrage entscheidet über die Menge der zu druckenden Karten und damit natürlich auch über den Preis. Außerdem besteht – anders als erwartet – die Möglichkeit die Aladağlar-Karte im Maßstab 1:25.000 zu veröffentlichen.
Daher folgende kleine Umfrage:
Noch Fragen oder Anmerkungen? Kontakt
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Und hier ein Auszug aus der TK50 Version 0.6 (ohne Beschriftungen):
Das folgende vier Minuten lange Video von Yaman Ozakin vermittelt einen schönen Eindruck vom Kazıklı Boğazı (könnte man als “Tal der Pfähle” übersetzen). Die aus Schmelzwasserflüssen in das konklomeratische Vorland der Aladağlar geformte Schlucht ist mit über 200 Routen ein Paradies für Kletterer und liegt südöstlich der Aladağlar am Eingang des Emlı Boğazı.
Weitere Infos rund ums Klettern und einen Kletterführer für die Aladağlar findet man bei Recep Ince – www.aladagalarcamping.com
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Während ich die letzten Wochen hauptsächlich an meiner Abschlussarbeit – also den theoretischen Aspekten meiner Kartierung – saß, habe ich mich zwischenzeitlich wieder an die tatsächliche Kartenerstellung gemacht. Unter Anderem gibt es nun ein neues Hillshade. Es ist in der Lage, das anspruchsvolle Gelände des Aladağlar-Massiv deutlich sichtbarer zu machen, als es das alte tat. Meine freien Daten sind in ihrem Auflösungsvermögen begrenzt, daher muss man mit allen optischen Tricks arbeiten, um später eine sichere Orientierung mit der Karte zu ermöglichen.
Außerdem arbeite ich am Gewässernetz. Anders als bei den Wegen, konnte ich dies nicht mit GPS aufnehmen. Auch hier kommt das Höhenmodell zum Einsatz: Anhand der Höhen und der Charakteristik des Reliefs, lässt sich der Verlauf von Fließgewässern errechnen. Kombiniert mit dem Wissen, wo ein Fluss fließt, kann ich so ein Gewässernetz konstruieren.
Rückblick: Eine wichtige Aufgabe meiner Feldarbeit im Aladağlar-Massiv war das sammeln von Höhendaten verschiedener Punkte unterschiedlicher Morphologie (siehe: Die Kartierungsarbeit in den Aladağlar). Am Ende waren es schließlich 51 verwendbare Punkte, aufgenommen an Pässen und Gipfeln, Tälern und Schluchten und in Ebenen. Diese eingemessenen Punkte haben je nach Situation eine vertikale Genauigkeit von +-2 Metern und dienen mir als Referenzhöhen an denen ich die verschiedenen digitalen Höhenmodelle messe.
Die Veröffentlichung des neuen GDEM2 kam gerade recht, so dass ich nicht nur das ASTER-Höhenmodell mit dem der SRT-Mission vergleichen konnte, sondern auch die beiden GDEM-Versionen untereinander.
Neben ASTER und SRTM sind außerdem auch das neue GMTED2010 (früher GTOPO) und GoogleEarth mit in den Vergleich eingeflossen.
Ich habe mich für die Darstellung eines solchen Netzdiagramms entschieden, weil die Linien Höhenniveaulinien (Isohypsen) ähneln und den Sachverhalt deutlich machen. Die dicke graue Linie “Zentrum” hat den Wert 0 was den vor Ort mit GPS aufgenommen Referenzhöhen entspricht. Liegt also ein Wert eines Höhenmodells darüber oder darunter, entspricht das einer zu großen oder zu kleinen Höhe -> also Fehler!
Im zweiten Teil werde ich auf die grafischen Unterschiede der Höhenmodelle eingehen und zeige die Stärken und Schwächen jedes einzelnen.
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Das Programm mit dem ich zum größten Teil bei der Erstellung der Aladağlar-Karte sowie der Auswertung meiner Felddaten arbeite, habe ich bisher noch unerwähnt gelassen, wobei es doch mehr als eine Erwähnung wert ist: QuantumGIS. Es handelt sich hierbei um eine äußerst leistungsstarke von Freiwilligen erstellte OpenSource GIS-Software. Neben einer Vielzahl an Verarbeitungs- und Analysewerkzeugen (zum Teil bereit gestellt über PlugIns) und einer engen Interaktion mit “GRASS-GIS“, ist es in der Lage, nahezu alle GEO-Daten (georeferenzierte Raster- oder Vektordaten sowie Datenbanken) zu lesen und zu verarbeiten. In dieser Hinsicht ist es der Konkurrenz, wie beispielsweise ArcGIS, weit voraus!
Ohne QGIS wäre dieses Projekt in der Form nicht möglich. Denn kommerzielle GIS-Software – wie sie an den meisten Universitäten oder GIS-Ausbildungseinrichtungen genutzt wird – ist ausgesprochen teuer und steht mir nur an Universitäten zur Verfügung. QGIS hingegen ist quelloffen und frei erhältlich und bietet darüber hinaus einen hervorragenden Support durch die QGIS-Gemeinde.
Mehr zu QuantumGIS: qgis.org
Seit dem 17. Oktober 2011 ist die neue Version 2 des ASTER-Höhenmodells erhältlich (http://www.ersdac.or.jp/GDEM/E/4.html). Neben der Korrektur einiger Bildfehler, so genannter Artefakte, wurde die vertikale sowie horizontale Genauigkeit deutlich verbessert und Datenlücken aufgefüllt.
Die neuen ASTER-GDEM2-Daten ersetzen die alten, welche nun nicht mehr offiziell erhältlich sind. Die neuen Daten stehen über http://www.gdem.aster.ersdac.or.jp/ nach einer recht unkomplizierten Registrierung kostenlos zum Download bereit. Die Nutzung dieser ist jedoch nur einigen bestimmten Anwendungs- und Forschungsgebieten wie zum Beispiel dem Katastrophenschutz oder der Klimaforschung vorbehalten.
Eine vergleichende Übersicht zu den Verbesserungen der ASTER-Daten findet man hier: http://www.ersdac.or.jp/GDEM/E/4_1.html
Eine Zusammenfassung des gesamten „Validation Reports“ gibt es hier: ASTER GDEM2 validation report – summary (PDF)
Für mich und mein Projekt bedeutet das zunächst einmal mehr Arbeit, habe ich doch bisher mit den “alten” Daten gearbeitet. Erst gestern bin ich mit der Auswertung meiner Messpunkte und dem Vergleich mit ASTER, SRTM, GMTED2010 und GoogleEarth fertig geworden. Ich werde nun die neuen ASTER-Daten dem Vergleich hinzufügen und alles zusammen hier veröffentlichen.
Spannend…
Nach dem ich seit meiner Ankuft leider kaum Zeit hatte, die aufgenommenen Daten nach zu bearbeiten geschweige denn diese Seite zu aktualisieren, warte ich heute mit einer kleinen Bilanz auf: Ich habe in 55 Tagen rund 1000km Wegstrecke und über 500 Punktdaten aufgenommen, darunter etwa 60 exakte Höhenmessungen die ich bereits mit den Höhenmodellen von SRTM, ASTER und GMTED2010 (einst GTOPO) verglichen habe. Die Ergebnisse sind spannend aber noch nicht reif für eine Veröffentlichung…
Die Qualität meiner Daten ist gut wobei es ein paar Messlücken und -Fehler gibt, die nun mit Hilfe der Fernerkundung und fremden GPS-Daten korrigiert werden müssen. Dabei gild: Je mehr Daten ich habe, desto genauer werden meine Ergebnisse – also wenn jemand GPS-Daten aus den Aladağlar besitzt, würde ich mich sehr darüber freuen!
Auf taurus-gebirge.de habe ich die “Aladağlar-Seite” aktualisiert und etwas erweitert sowie die Aladağlar-Bilder thematisch sortiert. Außerdem gibt es eine neue Website: www.aladaglar.de – hier werden später die fertige Karte sowie die GPS-Tracks verfügbar sein.
Gestern bin ich nach Deutschland zurück gekehrt. Ich war insgesamt 7 Wochen in den Aladağlar in denen ich rund 1000km Wegstrecke auf einer Fläche von 600km² aufgenommen habe. Die restliche Arbeit wird sich nun mit Verarbeitung der GPS-Daten und der Auswertung der Messpunkte zur Überprüfung des ASTER-Höhenmodells befassen. Das heißt, Computerarbeit statt Bergwandern.
Die letzten Wochen war ich nicht nur in den Bergen, sondern habe mir auch eine Auszeit an der Küste gegönnt was ein äußerst angenehme aber schnell langweilig wertende Abwechslung war. Ich war Gast eines Strandressorts der Çukurova-Universität Adana. So hatte ich mein eigenes Bungalow und drei leckere Mahlzeiten am Tag.
Die letzten beiden Wochen waren von einer gemeinen Magenverstimmung (Wasser?) geprägt was mich rund 3-4 Tage meiner Kartierung gekostet hat, nichts desto trotz, habe ich sowohl den Trans-Aladağlar von Ost nach West, als auch von Süd nach Nord sowie das Plateao und 5 Pässe kartiert. Damit ist die Kartierung der wichtigsten Wege praktisch vollständig.
Fotos gibt es keine, denn ich habe meine Kamera vernichtet, ausgerechnet am ersten Tag auf dem Jedigöller-Plateau was leider bedeutet, dass ich kein einziges Bild vom Plateao – dem wohl schönsten Teil der Aladağlar – liefern kann.
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Zu meiner Vorgehensweise: Nach dem ich in Deutschland eine Grundkarte basierend auf ASTER Höhenmodellen und Landsatbildern erstellt habe, ist meine Aufgabe vor Ort unter Anderem die Genauigkeit bzw. die Fehlertolleranz des Höhenmodells zu ermitteln. Dabei nutze ich zwei GPS (ein Garmin eTrex Vista mit barometrischem Höhenmesser und ein eTrex Legend) mit denen ich in regelmäßigen Abständen Höhenmessungen durchführe. Diese werden dann mit den Höheninformationen des ASTER-Modells und mit dem gängigen SRTM-Höhenmodell als zusätzliche Referenz vergleichen. Die daraus resultierende Fehlertoleranz zeigt mir die Tauglichkeit der ASTER Höhenmodelle zur Kartierung von Hochgebirgen wie der Aladağlar.











